Schwimm-Sink Verfahren Trennung Leichtstoffabscheider Schwerstoffe Überkorn

Schwimm-Sink Trennung

Das Schwimm-Sink-Verfahren ist eine einfache Methode zur Trennung von Stoffen, die sehr effizient beispielsweise beim Recycling von Kunststoffen ist. Die enorme Vielfalt von Kunststoffen ist nützlich. Sie führt dazu, dass Kunststoffe auf eine Unmenge verschiedene Arten und Weisen verwendet werden kann. Gleichzeitig hat sie aber auch zur Folge, dass das Recycling von Kunststoffen gar nicht so einfach ist. Denn materiell recycelt, also direkt wiederverwendet, dürfen nur sortenreine oder höchstens leicht verunreinigte Stoffe werden. Verschiedene Trennverfahren ermöglichen es jedoch, auch gemischte Kunststoffabfälle zu recyceln.

Industriell wird hierzu hauptsächlich die Schwimm-Sink-Trennung verwendet. Das Schwimm-Sink-Verfahren ist ein sehr einfaches Verfahren, das zur Trennung zweier fester Stoffe verwendet werden kann. Allerdings funktioniert dieses Verfahren nur, wenn die beiden zu trennenden Stoffe eine unterschiedliche Dichte aufweisen.

Ein Gemisch der beiden Stoffe wird in ein Flüssigkeitsbad gegeben. In der Regel wird hierfür Wasser verwendet. Wichtig ist dabei auf jeden Fall, dass die Dichte der Trennflüssigkeit zwischen der Dichte der beiden Stoffe liegt. So sinkt ein Stoff wegen seiner höheren Dichte zu Boden des Flüssigkeitsbads, der zweite Stoff wiederum schwimmt aufgrund seiner höheren Dichte an der Oberfläche. Sobald die Trennung in Schwimmfraktion und Sinkfraktion abgeschlossen ist, kann die Flüssigkeit vorsichtig dekantiert und eingedampft werden, sodass die beiden nun voneinander getrennten Stoffe übrig bleiben. Durch dieses einfache Verfahren lassen sich sogar Reinheiten von 98 bis 99 Prozent erreichen. Dabei verbraucht die Methode relativ wenig Energie und ist deshalb ein effizientes Verfahren zur Trennung von Stoffen.

Auch bei REMAV gibt es Anlagen, die mit der Schwimm-Sink-Trennung arbeiten. Abbruchmaterial besteht oft aus Stoffgemischen. Um schwere Stoffe wie Kies, Kohle, oder Erz aufbereiten zu können, müssen die leichteren Stoffe wie Holz, Papier oder Kunststoffe davon abgesondert werden.

Hierzu wird das Abbruchmaterial oben in die Anlage gegeben. Im Wasser, das hier die Aufgabe der Trennflüssigkeit übernimmt, ergibt sich eine klare Trennlinie. Diese entsteht dadurch, dass eine quer zur Sinkrichtung verlaufenden Strömung aus Luft und/oder Wasser erzeugt wird, sowie auch eine zweite solche Strömung, die quer zur ersten verläuft. Während die schweren Stoffe zu Boden auf das Transportband für Schwerstoffe sinken, wo sie aus dem Wasserbad ausgetragen und entwässert werden, werden die leichten, schwimmenden Stoffe getrennt davon auf der anderen Seite ausgetragen.

So lassen sich die drei sonst nacheinander ablaufenden Arbeitsschritte der Aufnahme, des Transports und der Entwässerung der Stoffe zu einem zusammenfassen. Diese Verminderung des Arbeitsaufwands und der Arbeitszeit sowie das Wiedereinführen des Filtrats in den Kreislauf durch die Transportbänder reduziert den Wasser- und Energieverbrauch des Verfahrens sowie den Verschleiß der Anlage. Außerdem führt diese Konstruktion dazu, dass der gesamte Verfahrensraum klein und kompakt ist. Dadurch sind auch mobile oder semimobile Anlagen möglich. Einer Trennung und Wiederverwendung der Abbruchmaterialien steht also nichts mehr im Wege! Das Trennen von leichten und schweren Baumaterialien, um sie jeweils gesondert weiter zu verwenden ist sehr einfach. Die Schwimm-Sink-Trennung ist sparsam und unkompliziert. Das Nutzen von Geräten, die mit dieser Methode arbeiten, unterstützt Sie beim Recycling Ihres Materials, egal aus welcher Art von Stoffgemischen dieses besteht, da nur eine unterschiedliche Dichte von Bedeutung ist. Einfach und effizient!

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